Angaben zur Durchführung

An dieser Stelle wird am Aufführungstag jeweils ab 15.00 Uhr bekanntgegeben, ob die Vorstellung stattfindet oder nicht. Nächste Vorstellung: Mittwoch, 17. August 2022; sie ist ausverkauft.

Veranstalter

 

Die Geschichte | Das Stück

Das Theaterstück mit 50 Darstellerinnen und Darstellern, einem imposanten Chor und Musikanten verbindet in einer herrlichen Kulisse eine unterhaltsam-spannende Detektivgeschichte mit der herausfordernden Darstellung einer mittelalterlichen Welt, die gezeichnet wird von all ihren Abgründen und Faszinationen.

Im Jahr 1327 führt eine kirchenpolitische Mission den Franziskanermönch William von Baskerville begleitet von seinem Schüler Adson in eine abgelegene Abtei in den Alpen, die von einer Reihe mysteriöser, unerklärlicher Todesfälle erschüttert wird. Mit detektivischem Spürsinn machen sich die beiden an deren Aufklärung. Sie müssen bald einmal feststellen, dass die Beklagten nicht eines natürlichen Todes gestorben sind und kommen einem Geheimnis auf die Spur, welches sie in die labyrinthische Bibliothek des Klosters führt. Ein religiös verbohrter Mönch versucht dort das vermeintlich ketzerische und angeblich verschollene Buch des Philosophen Aristoteles über «das Wesen des Lachens» mit allen Mitteln vor den allzu wissbegierigen Augen der jüngeren Mönche zu verbergen. Die aussichtsreiche Aufklärung der Fälle wird durch eine bewusste Verschleierung der Geschehnisse einiger Klosterbrüder immer wieder auf falsche Fährten gelenkt und schliesslich vom auftretenden Inquisitor definitiv durchkreuzt. Er erkennt in den Taten eine diabolische Kraft und will die Delinquenten mit aller Gewissheit unter den Ketzern des Ortes finden. Gift und Feuer sind zwar am Ende die endgültigen Waffen, doch der Schluss hinterlässt durchaus auch eine versöhnliche Note der Gerechtigkeit.

Unsere berndeutsche Inszenierung verwandelt die Ruine Rüeggisberg mit imposanten Bildern in ein intaktes mittelalterliches Kloster, aus dessen Mauern dezente gregorianische Gesänge und mittelalterliche Musik hallen. Die Geschichte mit ihren witzigen, aber auch tragischen Figuren, verdichtet mit vielerlei Ränkespielen, verspricht reichlich Spannung und offenbart auf eine moderne Art die Abgründe mittelalterlichen Denkens und Handelns. Die horrenden Unterschiede zwischen klerikalem Prunk und der ländlichen Armut dieser Zeit werden nachhaltig vor Augen geführt.

Theo Schmid
Schauspieler
www.theoschmid.ch

Bearbeitung: Theo Schmid | Oliver Stein
Übersetzung in Mundart: Theo Schmid

Patronat

Frau Regierungsrätin Christine Häsler, Bildungs- und Kulturdirektorin des Kantons Bern

«Vor einem Jahr wurde sie durch den Archäologischen Dienst des Kantons Bern restauriert, nun ist sie wieder bespielbar: die Klosterruine Rüeggisberg. Im Sommer 2022 wird dort das Freilichttheater «Der Name der Rose» aufgeführt werden. Mit Umberto Ecos Werk in einer berndeutschen Theaterfassung setzt der Verein Klostersommer Rüeggisberg eine langjährige Tradition fort. Ich freue mich sehr, das Patronat für diese Produktion zu übernehmen – herzlichen Dank an alle Beteiligte für das grosse Engagement!»